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Livemusikszene feiert den 9. Hamburger Club Award

Das Clubkombinat hat Hamburgs Musikclubs des Jahres 2018 geehrt

Uebel & Gefährlich ist Hamburgs Club des Jahres. 

Ende Januar wurde im DOCKS der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien wurden bereits zum neunten Mal Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben. Zwei der insgesamt elf Auszeichnungen gingen an den Veranstalter Off The Radar.

In einem Online-Abstimmungsverfahren votierte die Jury aus 92 Bewerbungen für die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in sieben verschiedenen Kategorien. In der Jury waren in diesem Jahr über 135 Personen aus allen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche vertreten, zum Beispiel Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden.

Musikclubs bereichern das kulturelle Leben der Hansestadt

„Die Musikclubs bereichern das ganze Jahr mit großem Engagement und einem vielfältigem Programm das kulturelle Leben unserer Stadt. Der Club Award verschafft einmal im Jahr denjenigen eine Bühne, Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ansonsten den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit bieten, sich einem Publikum zu präsentieren“, so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. „Die Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber in Hamburg schaffen nicht zuletzt dem Nachwuchs eine unverzichtbare Experimentierfläche.“

Susanne Leonhard, stellvertretende Vorsitzende des Clubkombinat Hamburg e.V., resümiert zur Preisverleihung: „2018 realisierten allein die Mitglieder des Clubkombinats über 12.770 Veranstaltungen. Diese Leistungen verdienen Respekt und eine besondere Form der Würdigung. Der Club Award streicht einzelne Highlights des Clubjahres 2018 besonders heraus. Wenn wir könnten, würden wir gerne bis zu 12.770 Preise verleihen. Glückwunsch an diejenigen Preisträger, die in diesem Jahr die Jury überzeugt haben.“

Vor über 800 geladenen Gästen aus der Musikszene wurde der begehrte Preis für den Musikclub des Jahres an das Uebel & Gefährlich überreicht, das sich knapp vor der MS Stubnitz (Platz 2) und dem Molotow (Platz 3) und 15 weiteren Bewerbungen in der Hauptkategorie durchsetzte. Nach 2011 und 2015 wurde die Musikspielstätte im Bunker an der Feldstraße in dieser Kategorie bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. In der Selbstbeschreibung verweisen die Preisträger auf die Liebe zum Detail und Leidenschaft, durch die der Club große Wichtigkeit erlangt und für viele Künstler und Künstlerinnen ein zweites Wohnzimmer ist.

Geehrt mit der Trophäe für den besten Fremdveranstalter wurde das Veranstalterkollektiv Off The Radar, das vor WEIRD und den Veranstaltern der Heartphones – Die Kopfhörerparty im Knust landete. Off The Radar räumte auch gleich noch in der Kategorie für das Festival des Jahres – klein aber fein einen weiteren Award ab: Mit dem Festival Off The Radar Schröderstift 2018 in der Schröderstiftstraße (31.08. – 01.09.18) setzte es sich gegen 16 weitere Festivals durch. Auf dem Siegertreppchen landeten auch das Aalhaus und dessen „Müssen Aale Mit“ Festival (Platz 2) und das Knust (Platz 3) mit dem Jazzhouse Festival (14. – 16.09.18).

Barbarabar ist grünster Club

Erstmals wurde auch der Green Club des Jahres gekürt. Eine fünfköpfige Expertenjury ernannte die Barbarabar am Hamburger Berg zum grünsten Club der Stadt, der durch sein Engagement in Sachen ökologische Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Ansatz – von der Photovoltaik-Anlage auf dem kleinen Club-Dach bis zum alternativlosen Bio-Wein – überzeugte. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sponserte der Energieanbieter Greenpeace Energy eG.

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2018 wurde das Molotow ausgezeichnet. Der Preis für das Konzert des Jahres ging an die Astra Stube für das Konzert von ClickClickDecker am 15.11.18, das sich gegen 15 weitere Konzerte durchsetzte. Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde die Hebebühne in Altona (Barnerstr. 30),die vor der Fischhalle Harburg (Platz 2) und dem White Cube (Platz 3) landete.

Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 4.800 Clubgängerinnen und Clubgänger beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei der Monkeys Music Club in Altona, der diesen begehrten Preis 2016 erstmals gewann und sich dieses Mal gegen das Molotow und das freundlich + kompetent behaupten konnte. Der Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 €, gesponsert von BACARDI.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 11.000 Euro, davon 8.000 Euro bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

In Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben. Dieses Jahr ging die Himbeere an die Investorengesellschaft AC Immobilieninvestment. In seiner Begründung verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass die Ablehnung des Kaufangebots des Gewerbehofes in der Bernstorffstraße durch die bestehende Hofgemeinschaft einen besonderen Fall von Profitgier der Investoren darstellt.

Foto: Clubkombinat

Quelle: Pressemitteilung des Clubkombinat e.V.

Aus für Rock Café Böblingen

Aus für Rock Café Böblingen - Musikkneipe schließt zum Pfijngsten 2018

Musikkneipe sucht neue Unterkunft

“….We tried so hard…and got so far…but in the end…it doesn’t even matter…we had to fall…to lose it all..but in the end…it doesn’t even matter….”

mit diesem Songtext von Linkin Park kündigt das Rock Café im baden-württembergischen Böblingen in seinem Newsletter das Programm für Mai 2018 an. Nach der Kündigung der Räumlichkeiten werden dies vorerst die letzten Konzerte sein. Allerdings sucht die Musikkneipe bereits einen neuen Standort.

Zu Pfingsten wurde Rock Café – Wirt Thommy Zimmermann der Vertrag gekündigt. Das Haus, in dem die Musikkneipe monatlich 4-5 Konzerte junger Rockbands und Musikparties veranstaltete, wurde verkauft. Der neue Besitzer besteht auf seine Nachtruhe, so der Newsletter des Rockcafés. Verständlich auf der einen Seite – traurig für die Musikliebhaber im Raum Böblingen.

Nun ist Zimmermann und sein Team auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Vortsetzung des Konzertprogrammes. Kontaktmöglichkeit und die Termine für die – hoffentlich nur vorerst – letzten Konzerte gibt es hier.