Come Out And Play: Berlin stimmt sich auf die Fête de la Musique 2022 ein

Fête de la Musique 2022

Endlich geht es wieder raus zum gemeinsamen Musikerlebnis: Nach zwei Jahren als Online-Festival
plant die Fête de la Musique in Berlin wieder mit einer Vielzahl an Musikorten in der ganzen Stadt, zu
denen das Publikum bei freiem Eintritt kommen und Musik wieder in Gemeinschaft erleben kann. „Dem
Aufruf zur Teilnahme sind überraschend viele Veranstalter:innen gefolgt“, heißt es in einer PRessemitteilung der Berliner Organisatoren. So wird man am 21. Juni
2022 an über 80 Orten in Berlin den Sommer begrüßen: inklusiv, divers, friedlich,
freundschaftlich, offen für alle musikalischen Stile, für Profis ebenso wie für Anfänger:innen an ihren
Instrumenten. Und damit feiert die Fête de la Musique gemeinsam mit vielen anderen Städten auf der
Welt das 40. Jubiläum der Veranstaltung, die 1982 zum ersten Mal in Frankreich stattfand.

Fête de la Musique Berlin
Fête de la Musique Berlin – Foto: Jim Kroft

„Obwohl das Fest der Musik und mit ihm der längste Tag des Jahres in diesem Jahr an einem
Dienstag stattfindet, ist der Zuspruch und das Engagement für die Veranstaltung quer durch die ganze
Stadt und vielfältigem Programm schon jetzt rekordverdächtig“, freut sich Katja Lucker,
Geschäftsführerin des Musicboard Berlin, das von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit der
Durchführung der Fête de la Musique beauftragt ist: Über 80 Musikorte haben bereits ihre Teilnahme
zugesagt, darunter „alte Bekannte“, wie das Kesselhaus mit der French Night, Sage Beach,
Quasimodo, Badehaus, Yaam, Gretchen, Golgatha, Centre Français, Musikschule „Fanny Hensel“
gemeinsam mit Dussmann Kulturkaufhaus, Museum Europäischer Kulturen, Senatssaal der
Humboldt-Universität und viele neue, spannende Musikorte. Der Chorverband rechnet mit 60 bis 70
teilnehmenden Chören und feiert das Jahr der Chöre in Neukölln mit drei Bühnen – im Heimathafen,
dem Körnerpark und der Magdalenenkirche in Rixdorf.

Instrument des Jahres: Drums

Die Fête de la Musique beteiligt sich in diesem Jahr auch zum ersten Mal an der Kampagne des Landesmusikrats Berlin zum Instrument des Jahres. 2022 ist es das Drumset, das wie so viele andere Rock-Instrumente über einen langen Zeitraum den Ruf hatte, ein reines Jungs-Ding zu sein. Dass diese Sichtweise der Vergangenheit angehört, erklärt sich von selbst, die Fête de la Musique möchte mit den Trommler:innen der Stadt zeigen, wie vielfältig der Zugang zum Instrument geworden ist.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hintergrund: Fête de la Musique

Im Jahr 1985 nahm München als erste deutsche Stadt die Idee der Fête de la Musique auf. Immer mehr Städte fanden Interesse an dem Musikfest und schlossen sich an. Daraus formte sich ein Netzwerk welches mittlerweile über 80 Städte umfasst.
Inzwischen verbindet die Fête de la Musique Menschen in weltweit 1300 Städten, davon über die Hälfte in Europa. Seit vielen Jahren wächst die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und sorgt auch für internationalen Austausch von Ideen, Aktionen und Künstler*innen.

Hier die Liste der deutschen Städte, die an der Fête de la Musique 2022 teilnehmen.

Kultur- und Musikerbörse „Stemweder Kulturkarussell“

Stemweder Kulturkarussel

Am 1. Und 2. Oktober 2022 veranstaltet der JFK Stemwede die Kultur- und Musikerbörse „Stemweder Kulturkarussell“, auf der sich Musiker, Künstler und Veranstalter präsentieren können. Es ist ein zweitägiges regionales Treffen der Kulturszene bei dem es neben Information und Vernetzung auch darum geht, Kultur und Musik live zu erleben.

Die Grundidee besteht darin, dass viele Musiker und Künstler einen Auftrittsort suchen und andererseits Veranstalter geeignete Musiker und Künstler buchen möchten. Beide werden mit dem „Stemweder Kulturkarussell“ zusammen gebracht. Während ähnliche Formate deutschlandweit und teilweise europaweit als Messe aufgestellt sind, ist für Stemwede eine regionale Ausrichtung mit einem Radius von ca. 100 km rund um Stemwede geplant und somit einen Austausch von Auftretenden und Veranstaltern auf regionaler Ebene zum Ziel hat.

Herzstück des „Stemweder Kulturkarussell“ sind dabei kurze Live-Auftritte von Künstlern, Musikern und Bands von 30 Minuten Dauer, bei der sie dem Publikum aus Veranstaltern, Kulturzentren, Clubs, Festivals usw. einen Eindruck von ihrem Programm vermitteln. Denn ein Live-Auftritt vermittelt einen viel besseren Eindruck von der Leistung des Künstlers als ein noch so gut gemachtes Video. Die Auftritte finden dabei im Life House, in der Begegnungsstätte und im Kulturtreff statt. Inhaltlich sind alle Richtungen von Musik, Kabarett, Comedy oder sonstigen künstlerische Darbietungen möglich. Da der JFK Stemwede als Veranstalter ein gemeinnütziger Verein ohne kommerzielle Absichten ist und der Grundgedanke in der Vernetzung liegt, ist der Kurzauftritt für die auftretenden Künstler kostenlos.

Anmeldung für Künstler und Kulturschaffende: https://www.jfk-stemwede.de/kulturtage/kulturkarussell.php

Tour des Monats Mai 2022: Svavar Knùtur

Svavar Knutur live im Mai 2022 in Deutschland

Die Welt der Musiker ist doch manchmal klein: bei einem gemeinsamen Frühstück mit Tim McMillan nach einem Kneipenkonzert erzählte uns der australische Songwriter von seiner Tour durch Island. Er war auf Einladung eines befreundeten Musikers in den hohen Norden gereist: Svavar Knùtur. Den sollen wir uns doch unbedingt mal näher anschauen. Taten wir! Daher nun unsere Tour des Monats Mai: Musik aus dem eisigen Nordland:

Svavar Knùtur – Unterwegs im Mai 2022

Hier gibt’s alle Tourtermine

Svavar Knutur Tour 2022
Svavar Knutur Tour 2022

Innere Dämonen und äußeren Stürme, existenzielle Krisen und frohlockende Freuden der modernen und dennoch rustikal lebenden Männer an isländischen Fjorden sind die Themen des aus Nord-West-Island stammenden Songwriters Svavar Knutur.

Langen Winternächten und der ihnen gegenüberstehenen Schlaflosigkeit einer 24 Stunden scheinenden Sommersonne verleiht der vielseitige Musiker Ausdruck und hat sich trotz allem zu einem heiteren und außergewöhnlichen Sänger entwickelt, dessen Lieder von Elend und Erlösung eine gesunde Dosis Hoffnung vermitteln.
Wer einen Auftritt von Svavar Knutur schon miterleben durfte, wird sich noch lange daran erinnern. Seine Auftritte sind eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen zu Tränen gerührt bis vor Lachen weinend, die einen in seinen Bann ziehen und nicht mehr so schnell wieder loslassen.
Der Singer/Songwriter und Entertainer ist ein Musiker mit zahllosen Facetten. Er schafft es mit einer Leichtigkeit und überbordenden Sympathie, jedes Publikum vom ersten Moment an zu verzaubern und mitzureißen. Er präsentiert seine Songs auf unglaublich berührende Art und Weise und erzählt dazwischen die absurdesten Geschichten und Witze, gewürzt mit einer guten Portion schwarzem isländischen Humor. Svavar bezeichnet sich selbst gerne als als Public Health Troubadour: „You know, I’m the broccoli of Singer-Songwriters. Not the sexiest of the vegetables but veeeery good for you!“

Livemusik im Gretchen Outdoor
Svavar Knutur live im Gretchen Berlin im Mai 2022

Knuturs nordische Folkmusik wird beeinflusst von Songwritern wie Nick Drake, Kris Kristofferson Leonard Cohen, Cat Stevens, Joni MItchell und Nick Cave.
Als etablierter Künstler in Island trat Svavar bereits mit dem isländischen Sinfonieorchester und einigen führenden Künstlern Islands auf und hat auch auf dem Kontinent durch stetiges Touren große Anerkennung erlangt.

Svavar Knuturs Album Brot

Brot (The Breaking)

ist Knuturs viertes Album und erschien im Oktober 2015. Es ist eine richtige skandinavische Gemeinschaftsarbeit: produziert von Stefán Örn Gunnlaugsson aus Reykjavik, halb englische, halb isländische Texte, die teilweise mitgeschrieben wurden von Helle Hansen aus Dänemark, der Schwedin Eva Hillered und dem Faröer Marius Ziska.

My Goodbye Lovelies

Im April 2017 erschien das Album, „My Goodbye Lovelies“. Wie schon auf seinen letzten beiden Alben gastiert wieder die Oscar-Preisträgerin Marketa Irglova von The Swell Season auf „My Goodbye Lovelies“. Mit diesem Album fasst Svavar seine liebsten Zugabesongs zusammen, welche meistens Interpretationen von bekannten aber auch weniger bekannten Songs sind. Songs die er gerne spielt, um sich von seinem Publikum zu verabschieden – fröhliche, traurige,
humorvolle, düstere und kraftvolle Songs.

Video: While the world burns

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Links

 

Tickets für die Tour von Svavar Knutur kaufen

Tourtermine – Back to Work Tour- Tour 2022

Deutscher Jazzpreis feiert 2021 seine Premiere

live Konzert

Der Deutsche Jazzpreis wird im Juni 2021 erstmals von Kulturstaatsministerin Monika Grütters verliehen, das teilte die Initiative Musik in einer Pressemitteilung mit.
„Jazz ist eine markante Gattung in unserer vielfältigen Musiklandschaft. Aus diesem Grund fördert der Bund die Jazzkultur in Deutschland auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel mit der Schaffung eines Zentrums für Jazz und improvisierte Musik in Berlin oder mit dem Deutschen Jazzpreis. Mit dieser Auszeichnung werden wir die Vielfalt, Kreativität und kommunikative Kraft des Jazz ins verdiente Rampenlicht rücken und herausragende künstlerische Leistungen mit dotierten Preisen würdigen. Die Jazzmusikszene baut seit jeher klingende Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen, sie steht für Mut, Austausch, Kooperation – und ist damit auch ein Spiegelbild unserer pluralistischen Gesellschaft. Genau diese Weltoffenheit wollen wir in Zukunft weiter unterstützen.“

Prämierung künstlerischer Leistungen im Jazz

In 31 Kategorien werden besondere nationale wie internationale künstlerische Leistungen im Jazz prämiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Musikerinnen und Musiker, für die es in der Hauptkategorie 1: Künstlerinnen und Künstler insgesamt 17 Auszeichnungen geben wird. Darüber hinaus werden in vier weiteren Hauptkategorien 14 Auszeichnungen für Aufnahme/Produktion, Live, Komposition/Arrangement sowie drei Sonderpreise verliehen. Die Auszeichnungen sind mit mindestens 10.000 Euro dotiert.

Bewerbungen ab sofort möglich

Der Deutsche Jazzpreis ist ein Projekt der Initiative Musik. Ab sofort und bis zum 10. Januar können in 11 Kategorien Bewerbungen eingereicht werden, zum Beispiel für die nationalen wie internationalen Alben des Jahres Instrumental oder Vokal sowie die Debüt-Alben. Darüber hinaus sind Einreichungen für Rundfunkproduktionen, das Festival des Jahres, die besten Kompositionen sowie Arrangements und besondere journalistische Leistungen möglich.

Für den Deutschen Jazzpreis wurde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ein 11-köpfiger Fachbeirat berufen, der maßgeblich an der Konzeptentwicklung mitwirkte.

#AlarmstufeRot – Aufruf zur zweiten Großdemonstration

Alarmstufe Rot - Zweite Großdemo der Veranstlatungswirtschaft in Berlin

Zweite Großdemonstration am 28. Oktober in Berlin

Die deutsche Veranstaltungswirtschaft ruft erneut zu einer Großdemonstration auf: am 28. Oktober wollen Unternehmen und Kulturschaffende erneut auf ihre präkäre Lage aufmerksam machen.

„Die Veranstaltungswirtschaft ist der von den Corona-Schutzmaßnahmen am stärksten betroffene
Wirtschaftszweig. Seit Anfang März sind Veranstaltungen weitgehend verboten. Die Unternehmen erzielen seitdem keine Einnahmen,“ heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Eine Perspektive, wann es weitergehen kann, ist nicht in Sicht. Viele Betriebe sind mittlerweile insolvent. Nur die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht erlaubt es der vergessenen Branche, noch auf ein Wunder zu warten. Trotz Verlängerung der Überbrückungshilfe sehen die Veranstalter kein Licht am Ende des Tunnels.

Zum 28. Oktober 2020 ruft die deutsche Veranstaltungswirtschaft unter Federführung der Initiative #AlarmstufeRot erneut zur Großdemonstration nach Berlin auf, um auf ihre immer dramatischer werdende Lage aufmerksam zu machen. Mitwirkende der Initiative sind die Fachverbände

  • Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV),
  • Europäischer Verband der Veranstaltungscentren (EVVC),
  • FAMAB Kommunikationsverband
  • Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT)
  • Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV) und
  • Berufsverband Discjockey (BVD).

Seit März 2020 ist dem sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands angesichts der Pandemielage jede Arbeitsgrundlage entzogen. Zahlreiche Betriebe haben ihre Geschäftstätigkeit bereits endgültig eingestellt, zehntausende Arbeitsplätze sind bereits vernichtet. Der Sektor unterliegt seitdem aus Infektionsschutzgründen praktisch einem Berufsverbot. Die Forderungen und Erwartungen der Veranstaltungsbranche richten sich allerdings keineswegs gegen gebotene Corona-Schutzmaßnahmen. Wenn der Wirtschaftszweig jedoch überleben soll, kann er die ihm abverlangten Sonderopfer nicht allein tragen. Er erwartet daher von der Bundesregierung unverzügliche wirtschaftliche Hilfen, die tatsächlich passgenau gestaltet und geeignet sind, das Überleben der Unternehmen zu gewährleisten. Die aktuellen, durchaus beachtlichen Hilfsmaßnahmen des Bundes sind dies leider nicht.

Der dritte verzweifelte Hilferuf

Bereits am 9. September 2020 forderten in Berlin 15.000 Erwerbstätige der Veranstaltungswirtschaft mit einem 3,8 Kilometer langen Demonstrationszug dringend benötigte Überlebenshilfen. Die Demonstranten wurden von einem sechs Kilometer langen LKW-Corso mit über 500 Fahrzeugen aus den Fuhrparks der Unternehmen begleitet. Den Veranstaltungsprofis gelang es vorbildlich, die Großdemonstration als infektionssicheres Event durchzuführen, bei dem sämtliche Hygiene- und Abstandsregeln uneingeschränkt eingehalten wurden.

Bereits vor dieser Hauptstadtdemonstration hatte die Branche mit der „Night of Light“ am 22. Juni 2020 ein flammendes SOS-Signal gesetzt, bei dem über 9.000 Veranstaltungslocations und -betriebe feuerrot beleuchtet wurden, um auf die bedrohliche Notlage der Branche aufmerksam zu machen. Das war die Geburtsstunde von #AlarmstufeRot, die sich seitdem zu einer auch internationalen Bewegung etablierte – ob als „Alert
Rouge“ in Frankreich, als „Alerta Roja“ in Spanien und Lateinamerika, als „LightSAred“ in Südafrika bis hin zur weltweiten Aktion „We Make Events“ aus Großbritannien und den USA. Ausgehend von Deutschland hat sich seit der „Night of Light“ das globale Veranstaltungswesen hinter einem Symbol vereint: Es herrscht #AlarmstufeRot!

Regierung ignoriert trotz Rettungsdialog Sonderopferrolle der Branche

Zwar ist nun mit einer ersten Sitzung der geforderte Rettungsdialog zwischen Bundesregierung und Veranstaltungswirtschaft angelaufen. An diesem Gesprächsformat sind auf Regierungsseite das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesgesundheitsministerium sowie die Staatsministerin für Kultur sowie für die Veranstaltungswirtschaft das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot, Unternehmensvertreter und die führenden Branchenverbände beteiligt. Leider ignoriert die Bundesregierung weiterhin, dass die Veranstaltungswirtschaft für die Erbringung des Sonderopfers ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes, individuelles Rettungskonzept benötigt.

Phase-II-Überbrückungsprogramm geht am Bedarf der Unternehmen vorbei

Das Phase-II-Überbrückungsprogramm ist nun beschlossen. Aus dem 24,6 Mrd. Euro schweren Rettungsprogramm zur Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen kommen aber – wenn überhaupt – nur unzureichende Hilfsmittel an bei denen, die besonders
schwer von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise betroffen sind. Die Gründe hierfür sind vielschichtig:

  1. Die Hilfen sind auf 50.000 Euro pro Monat und Betrieb gedeckelt. Diese Summe liegt für viele Branchenakteure weit unter den Verlusten, die sie seit März monatlich erleiden.
  2. Nicht alle anfallenden Kosten werden als förderfähig anerkannt. Die Förderung der Kosten für Unternehmereigenleistungen von Soloselbstständigen, Einzelunternehmern und Inhabern von Gewerbebetrieben wird in den Programmen grundsätzlich ausgeschlossen. Das zwingt vormals erfolgreiche, produktive und steuerzahlende Unternehmer massiv in die sozialen Sicherungssysteme wie SGB 2 bzw. Hartz IV.
  3. Zwar besteht die Branche überwiegend aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber es gibt auch eine Anzahl größerer Unternehmen. Die können bisher keine Hilfe in Anspruch nehmen, da sie mehr als die förderfähige Grenze von 249 Mitarbeitern beschäftigen. Da sie wiederum auch keine förderfähige Konzernstruktur haben, fallen sie ebenso durch die Raster anderer Hilfsprogramme.
  4. Der EU-Beihilferahmen muss dringend gelockert werden. Mit einer aktuellen Förderhöchstgrenze von 800.000 Euro kann zahlreichen Unternehmen nicht hinreichend geholfen werden.
  5. KfW-Kredite werden als Subvention im Sinne des EU-Beihilferahmens gewertet. Das wirkt sich krisenverschärfend aus, da damit Unternehmen bestraft werden, die KfW-Kredite mit einer Laufzeit von mehr als sechs Jahren in Anspruch genommen haben, um sich langfristig mit dringend nötiger Liquidität zu versorgen.

Vielfältiger Wirtschaftszweig – einem Land ohne Veranstaltungsmacher droht der Totalschaden des Gesellschaftslebens

Die Veranstaltungsbranche ist vielfältig und in allen Wirtschaftsbereichen tätig. Als Event-Veranstalter oder Event-Dienstleister organisieren sie Wirtschaftsveranstaltungen bis hin zu den Olympischen Spielen, dem Weltklimagipfel und vergleichbaren internationalen Events. Als Konzert-, Tournee- und Festivalveranstalter sind sie der Motor des Kulturbereichs. Die Unternehmer sind sowohl Soloselbständige, kleine und mittlere
Betriebe bis hin zu Unternehmen mit größerem Mitarbeiterstab.
Einem Land ohne Veranstaltungsmacher wird die Basis für sein Gesellschaftsleben entzogen. Unsere gesamte kulturelle Vielfalt steht auf demSpiel. Mit einer zweiten Großdemonstration am 28. Oktober 2020 soll der Druck auf die Bundesregierung erhöht werden. Bereits bei der ersten Demo am 9. September setzte sich mit Herbert Grönemeyer einer der erfolgreichsten deutschen Künstler für die Branche und ihre tausenden von derzeit arbeitslosen Erwerbsstätigen ein. Bei der Oktober-Kundgebung werden seinem Beispiel viele weitere Künstler folgen.

 

Weitere Infos: https://www.alarmstuferot.org/

Tour des Monats: John Blek

John Blek live

John Blek aus Cork in Irland war jahrelang Sänger der sechsköpfigen Formation „John Blek & The Rats. Bereits vor Auflösunng der Band tourte er immer mal wieder solo durch Europa und kommt nun erneut auf eine kleine, corona-gebeutelte Tour nach Deutschland.

Oft minimalistisch instrumentalisiert stehen auf seinen Konzerten die charismatische Stimme und sein Gitarrenspiel im Vordergrund. Dort stellt er sein im Februar diesen Jahres erschienene Album „The Embers“ vor, das dieses Mal vollständig bei Wavefield Recordings in Clonakilty mit Producer Brian Casey aufgenommen wurde. Es beinhaltet musikalische Beiträgen von Mick Flannery, Matthew Berrill (Ensemble Eriu) und Davie Ryan (Notify, Atlantic Arc Orchestra). Es besteht aus neuen Songs, die nach Angaben des Künstlers „Reflexionen und Erinnerungen aus einer Zeit nach der Affäre“ behandeln, dann, wenn aus dem lodernden Feuer einer Liebesgeschichte nur noch die Glut (embers) geblieben ist.

The Embers Tour 2020

Bitte informieren Sie sich vorher auf den Seiten der Veranstalter über die Durchführung der Konzerte und eventuelle Corona-Maßnahmen und Reservierungsoptionen.

Weitere Infos auf der Homepage von John Blek

John Blek – Empty Pockets

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Night of Light

Night of Light

Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!

Die LK AG ruft mit einem Appell Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft zur Aktion „Night of Light“ auf.  Der Hilferuf an die Politik soll mit Lichtinstallationen am 22. Juni 2020 unterstützt werden.

Tom Koperek - Initiator der Aktion Night of LightFür den Initiator der Aktion „Night of Light“ und Vorstand der LK-AG Essen, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen: „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.“ Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe:
Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder florale Dekoration zu Events beisteuert. „Rien ne va plus – nichts geht mehr!“, lautet Kopereks düsteres Fazit über die Notlage einer heterogenen
Branche, die über 150 verschiedene Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint und deshalb über
keine einheitliche Lobby verfügt. Umso wichtiger sei es, für eine  stärkere Wahrnehmung durch die Politik und Öffentlichkeit zu sorgen. Dies ist ebenfalls das Ziel der „Initiative für die Veranstaltungswirtschaft“, welche bereits am 06.03.2020 durch die Initiatorin Sandra Beckmann ins
Leben gerufen wurde. Für die Night of Light besteht daher eine Kooperation zur Durchführung dieser
deutschlandweiten Aktion.

Ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft

Night of Light 2020Einem ersten Aufruf zur Teilnahme an der Aktion sind binnen 72 Stunden über 450 Unternehmen aus verschiedensten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft gefolgt, stündlich werden es mehr. Vereint zu einer übergreifenden Interessen- und Arbeitsgemeinschaft, initiieren sie gemeinsam vom 22.06.2020 ab 22:00 Uhr bis zum 23.06.2020 um 01:00 Uhr die unübersehbare „Night of Light“ – ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell zur Rettung eines Wirtschaftszweigs, der echte Hilfe anstelle von Kreditprogrammen benötigt und einen Branchendialog mit der Politik fordert, um gemeinsam einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Weg aus der Krise zu finden.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Alle Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations (Special-EventLocations, Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Tagungshotels und sonstige Spielstätten wie z.B. Theater, Philharmonien, Konzerthallen, Schauspielhäuser) in ganz Deutschland sind in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 bundesweit dazu aufgerufen, ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit roter Beleuchtung anzustrahlen, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen:
Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!

Initiative fordert Branchendialog

Die Initiatoren und zahlreiche Unterstützer fordern einen Branchendialog mit der Politik, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden!
„Unser Ziel ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann. Die Veranstaltungswirtschaft ist eine komplexe Branche, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint. Aus diesem Grund hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby.“

Die für diese Aktion gemeinsam verwendete Farbe Rot soll folgendes ausdrücken

  • Die Veranstaltungswirtschaft befindet sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen
  • Achtung, ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr!
  • Wir sind eine Gemeinschaft und haben das gemeinsame Ziel eines Branchendialogs mit der
    Politik
  • Wir richten einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit
  • Die Farbe Rot steht für die Leidenschaft für unseren Beruf / unsere Profession.
    „Wir brennen für das, was wir tun“!

Bereits über 5.000 Teilnehmer

Alle teilnehmenden Unternehmen sind in einer Google Map gelistet:

https://night-of-light.show-advance.com/maphttps://night-of-light.show-advance.com/map

 

Wer mitmachen will, kann sich auf der Webseite www.night-of-light.de informieren und seine Unterstützung zum Ausdruck bringen! Bilder der Aktion können unter dem Hashtag #Nightoflight2020 bei Facebook oder Instagram hochgeladen werden.

Corona-Krise: Initiative Musik startet Spendenkampagne für Musiker*innen

Corona-Hilfsprogramm der Initiative Musik für MusikerInnen

Mit einem Hilfsprogramm unterstützt das deutsche Förder- und Exportbüro Musiker*innen in der aktuellen Ausnahmesituation, in der wichtige Konzerteinnahmen ausfallen. Das Programm wird durch die Einnahmen einer Spendenaktion ermöglicht.

Anträge für Hilfsprogramm ab Ende April möglich

Im Mittelpunkt stehen in Deutschland lebende professionelle Musiker*innen in finanzieller Notlage – aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Hip-Hop, Metal, experimentelle und elektronische Musik. In der ersten Phase des Hilfsprogramms geht es um die fehlenden Einnahmen aus Auftritten in der Zeit vom 13. März bis Ende Mai 2020. Die Musiker*innen müssen für diesen Zeitraum mindestens 5 ausgefallene Shows nachweisen. Die Höhe des Zuschusses aus dem Hilfsprogramm soll 1.000 Euro pro Musiker*in betragen. Onlineanträge sind auf der Website der Initiative Musik voraussichtlich ab Ende April 2020 möglich. Die ersten Zuschüsse werden voraussichtlich ab Anfang Mai 2020 überwiesen.

Sonderausschuss der Jury gebildet

Zur Vergabe der Zuschüsse wurde aus der Jury für Künstler*innenförderung der Initiative Musik ein Sonderausschuss aus drei Mitgliedern gebildet. Dieser ist so zusammengesetzt, dass möglichst viele Facetten der Musikkultur vertreten sind:

  • Mark Chung: geschäftsführender Gesellschafter des Freibank Musikverlags und Vorstandsvorsitzende des VUT
  • Stefanie Marcus: die Berliner Musikmanagerin betreibt seit 1992 das Label Traumton Records, das sich auf Jazz und Weltmusik spezialisiert und über 300 Alben produziert und veröffentlicht hat.
  • Oliver von Felbert: Der Kölner Musik- und Labelmanager Oliver von Felbert betreibt seit 2002 das Label Melting Pot Music. Davor war er u.a. als Musikjournalist für SPEX, Viva und ARTE sowie als A&R bei einem Kölner Vertrieb tätig.

3 Fragen zum Hilfsprogramm an Ina Keßler,
Geschäftsführerin der Initiative Musik

Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik beantwortet Fragen zum Corona-Hilfsprogramm der Initiative Musik für MusikerInnen
Ina Keßler – Foto: Martin Dziuba / Initiative Musik

Warum noch ein Hilfsprogramm für Musiker*innen?
Der Bund und die Bundesländer haben mit den unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen, wie z.B. den Hilfspaketen für Soloselbstständige aus der Kreativwirtschaft, ganz wichtige Maßnahmen gestartet, die zahlreichen Musikschaffenden helfen. Allerdings gibt es auch einige Lücken und regionale Unterschiede. Genau da setzen wir an, um möglichst unbürokratisch zu helfen.

Wieso wird dieses Förderprogramm, anders als die bisherigen Programme der Initiative Musik, über Spenden finanziert?
Wir sind gerade dabei, all unsere Förderprogramme gemeinsam mit dem zuständigen Referat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien so anzupassen, dass wir Musikschaffende und Clubs auch in dieser schwierigen Situation unterstützen können. Gleichzeitig wurde uns im Verlauf der Krise von Personen und Unternehmen insbesondere aus der Musikbranche eine solidarische Spendenbereitschaft signalisiert. Da Spenden in unseren bisherigen Programmen nicht vorgesehen sind und zahlreiche Musikerinnen und Musiker unter den fehlenden Konzerteinnahmen leiden, haben wir entschieden, kurzfristig ein neues spendenfinanziertes Förderprogramm auf die Beine zu stellen.

Wer soll konkret mit diesem Hilfsprogramm unterstützt werden?
Hier bleiben wir unserer Zielgruppe treu. Wir wollen den Musikerinnen und Musikern aus den Bereichen Pop, Hip-Hop, elektronische Musik bis hin zu Rock oder Jazz finanziell unter die Arme greifen und so die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern.

Spenden ab sofort möglich

Alle Einnahmen der Spendenkampagne fließen in das Hilfsprogramm. Spenden sind ab sofort bei startnext.com und direkt über das Spendenkonto der Initiative Musik möglich. Spotify Germany hat sich entschieden, die Initiative Musik kurzfristig in sein internationales Hilfsprogramm Spotify COVID-19 Music Relief aufzunehmen. Der Musik Streaming Service wird eine Spende leisten und zudem die eingehenden Spenden verdoppeln (bis zu einem Gesamtbetrag von 10 Millionen Dollar weltweit), so dass in der ersten Projektphase des Programms zahlreiche Musiker*innen unterstützt werden.

Spendenkonto

Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH
IBAN: DE04 2008 0000 0383 9539 15
BIC: DRESDEFF200
Verwendungszweck: Hilfsprogramm

Konzertabsagen

Liebe Musikfreunde!
Derzeit werden viele Veranstaltungen abgesagt. Es ist uns leider schlicht nicht möglich, zu kontrollieren, ob die Konzerte stattfinden.
Für die Termine auf unserer Webseite gilt daher: informiert euch direkt auf den Webseiten der Veranstalter, ob das Konzert durchgeführt wird.

Das (automatische) Posten von Veranstaltungshinweisen auf unserer Facebook-Seite und bei Twitter haben wir daher vorerst eingestellt. Wir wissen aber, wie schwer es für kleine Veranstalter und Künstler derzeit ist und wollen euch daher dennoch weiterhin die Möglichkeit geben, auf Eure Veranstaltungen hinzuweisen. Also: wenn ihr euch für die Durchführung eines Konzertes entschieden habt, schreibt uns eine Nachricht oder Mail und wir werden es posten.
Passt auf euch auf und Durchhalten!

Neues Förderprogramm für Kleinkonzerte

Live 100 startet am 3. Februar

Mit „Live 100“ startet die Initiative Musik in Kooperation mit der LiveKomm ein neues Förderprogramm für Livemusikspielstätten. Live 100 richtet sich gezielt an kleine Clubs, sogenannte „Grassroots Venues“, die jungen Bands und experimentellen Formaten eine Bühne bieten. Diese „Grassroot“-Konzerte werden mit 200 Euro pro Veranstaltung gefördert. Dabei gehen 100 Euro an den Club und 100 Euro als Gagenanteil an die auftretenden KünstlerInnen. Live 100 soll einen Anreiz schaffen, mehr solcher Kleinkonzerte zu veranstalten, die ein finanzielles Risiko darstellen, da sie meist mit niedrigen Eintrittserlösen einhergehen.

Schwelle zum Live-Auftritt unverändert hoch

Martin Eifler, Referatsleiter bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), sieht Live 100 als wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt: „Man kann sich auf den Standpunkt stellen: Gute Musik wird sich durchsetzen, das war schon immer so! Aber die Musikwelt hat sich über die Jahrzehnte verändert. Nie wurde zwar mehr Musik gehört als heute, nie war es auch einfacher, Musik zu produzieren und zu verbreiten. Aber die Schwelle zum Live-Auftritt, durch den man künstlerische Kompetenz vor Publikum aufbauen kann und der später die wirtschaftliche Existenz im Musikgeschäft absichern soll, bleibt unverändert hoch und noch immer mit großen Risiken verbunden. Hier bietet das neue Förderprogramm Live 100 der Initiative Musik eine unbürokratische finanzielle Hilfe, Risiken für Musikerinnen und Musiker und für die kleinen Clubs zu begrenzen und damit auch zur Bewahrung kultureller Vielfalt und künstlerischer Freiheit beizutragen.“

Kleiner Zuschuss – große Wirkung für junge Bands und experimentelle Formate

Im Bereich der „Grassroot“-Konzerte kann schon ein verhältnismäßig geringer Zuschuss wie 100 Euro pro Band und Club eine entscheidende Wirkung erzielen. So kann der Club mit diesem Betrag die Nebenkosten der Konzerte annähernd decken. Durch Live 100 profitieren erstmals die auftretenden KünstlerInnen sowie die Clubs gemeinsam direkt von einem Förderprogramm auf Bundesebene.

Karsten Schölermann, Vorstandsmitglied der LiveKomm, der das Programm mitentwickelt hat, sagt: „Die Intention, die uns bei der Konzeption von Live 100 begleitete, ist die Erzeugung eines Schulterschlusses zwischen Clubbetreiberinnen und Clubbetreibern und den gleichberechtigt geförderten Künstlerinnen und Künstlern. Damit verbunden sind etliche positive Effekte: Mehr Auftritte für Nachwuchsbands in renommierten Musikclubs wie auch der Aufbau neuer Publikumsstrukturen für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Insgesamt erhoffen wir uns eine stark ansteigende Anzahl von Kleinkonzerten, die mithelfen wird, den Musikstandort Deutschland von der Basis her zu stärken. Als LiveKomm fordern wir die Clubszene auf, zahlreiche Anträge zu stellen.“

Im Programm Live 100 können Clubs eine Förderung für bis zu 48 Kleinkonzerte beantragen. Bezuschusst werden Konzerte mit einem Eintrittsumsatz von bis zu 1.500 Euro (max. Eintrittspreis 15 Euro), zu denen nicht mehr als 100 zahlende Gäste erscheinen. Die Konzerte müssen zu 100 Prozent live gespielt und bei der GEMA gemeldet sein.

Ina KeßlerIna Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik, begrüßt Live 100 als bedeutsamen neuen Baustein im Förderportfolio: „Schon in der ersten Förderrunde können wir mehr als 8.500 Konzerte unterstützen. Damit ist Live 100 ein entscheidendes neues Element unserer Livemusikförderung. Die begünstigten Grassroot-Konzerte sind essenziell für junge Musikerinnen und Musiker zu Beginn ihrer Karrieren, um eine aussagekräftige Bühnenpräsenz zu entwickeln. Mit dem APPLAUS stärken wir bereits seit 2013 die öffentliche Aufmerksamkeit für die Belange der Clubmacherinnen und Clubmacher. Digi-Invest und TE-SA helfen den Clubs seit 2016 bei der technischen Modernisierung. Mit diesem Spektrum an Förderprogrammen und der Clubstudie, die in Kürze startet, wollen wir mit unseren Partnern wie LiveKomm oder BK Jazz die Livebranche weiter nachhaltig unterstützen.“

Weitere Infos zum Förderprogramm

Für das neue Programm stellt Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters mehr als 1,7 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Kleinkonzerte gefördert werden.

Alle Informationen zum Antrags- und Vergabeverfahren sind für die AntragstellerInnen ab sofort auf der Webseite der Initiative Musik verfügbar. Das Antragsverfahren läuft bis zum 23. Februar 2020, 18 Uhr.