Kategorie: Musikszene

Feiern mit Spaß und gutem Gewissen

Clubtopia - Klimafreundliches Feiern - Foto: Clubtopia.de

Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Club- und Veranstaltungsbereich

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, will die Stadt Berlin bis 2050 klimaneutral werden. Ein ambitioniertes Ziel, welches nur mit Unterstützung der Stadtgesellschaft erreicht werden kann und Grund, weshalb der BUND Berlin und der Verein clubliebe Anfang 2019 „Clubtopia“ ins Leben riefen. Das von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz geförderte Projekt soll den nachhaltigen Wandel der Berliner Clubszene voranbringen, indem es ExpertInnen der Nacht & Nachhaltigkeit vernetzt und zum konkreten klimafreundlichen Handeln in der Szene motiviert.

Berliner Clubszene als Impulsgeberin für Veränderungen

Das Konzept basiert auf dem Gedanken, dass Kultur – speziell die Clubszene – eine wichtige Impulsgeberin für Veränderung sein kann. Das kreative Potential der Berliner Szene soll genutzt werden, um umwelt- und klimafreundliches Handeln in der Veranstaltungswelt und darüber hinaus zu etablieren. Clubtopia vermittelt branchenspezifisches Wissen und vernetzt Expert*innen der Nachhaltigkeit mit Aktiven innerhalb der Clubszene, sowie engagierten Clubgästen. Clubtopia schafft ein Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit, motiviert zur Umsetzung konkreter Maßnahmen und lässt neue Lösungen für eine klima- und umweltfreundliche Gestaltung der Szene entstehen.
Berlin ist auf dem Weg eine klimaneutrale Stadt zu werden und um dieses Ziel zu erreichen, kann die Clublandschaft einen wichtigen Beitrag leisten. Wie dieser aussehen kann, erklärt Matthias Krümmel, Fachreferent für Klimaschutzpolitik BUND Berlin e.V.:
„Ein mittelgroßer Club verbraucht an einem Wochenende etwa 1.000 kwh – das ist so viel wie ein sparsamer Single-Haushalt in einem Jahr. Mit dem Projekt Clubtopia wollen wir erreichen, dass sich die Klimabilanz von Clubs deutlich verbessert.“

Futurelab von Clubtopia - Foto: (c) Karoline KohleUm einen langfristigen Wandel in der Berliner Szene zu erreichen und die Utopie Realität werden zu lassen, hat sich Clubtopia 2019 und 2020 viel vorgenommen:

  • Die Runden Tische für eine grüne Clubkultur laden engagierte Clubbetreibende und Veranstaltende ein, gemeinsam einen Verhaltenskodex für umwelt- und klimafreundliches Verhalten im Clubbetrieb zu erarbeiten. Dieser Code of Conduct dient Clubbetreibenden in Zukunft dazu, die Verbesserung ihrer Klimabilanz konkret anzugehen und nach außen zu tragen.
  • Wissen vermittelt das Projekt mit einer Neuauflage der virtuellen Klimaberatung „Green Club Guide“ und Workshops im Rahmen anderer Veranstaltungen wie bspw. der “Stadt nach Acht”-Konferenz
  • Die Energieberatung richtet sich in erster Linie an Clubbetreibende und Veranstaltende. In Einzelgesprächen und Clubbegehungen werden diese individuell beraten, über Energieeinspar-, Umwelt – und Klimaschutzmaßnahmen sowie Fördermöglichkeiten informiert und bei der Umsetzung der Maßnahmen begleitet.
  • In den Zukunftslaboren Future Party Lab tauschen sich Professionelle der Nachhaltigkeitsbranche und der Clubszene mit Amateuren und Clubgästen aus und entwickeln gemeinsam innovative Lösungen für nachhaltige Clubnächte. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe von einem Ideenwettbewerb, welcher besonders innovative und klimawirksame Lösungen hervorhebt und deren Umsetzung unterstützt.

Ein starkes Bündnis für eine grüne Clubnacht

Clubtopia ist ein Kooperationsprojekt des BUND Berlin e.V. und des clubliebe e.V. sowie der Clubcommission Berlin und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung, das Zentrum für Nachhaltigen Tourismus und die Livekomm unterstützen das Projekt.

Fotos: (c) Karoline Kohle, Clubtopia.de

Musikfestivalportal konzertkalender.net jetzt online!

Konzertkalender.net - neue Festivalportal online

Portal für Musikfans und Festivalliebhaber aller Genres

Konzertkalender.net startet mit über 100 Festivals verschiedenster Genres und es werden immer mehr. Fehlt ein Festival? Kein Problem! Trage es einfach und kostenlos auf www.konzertkalender.net ein.
Finde Informationen, wie Ticketpreise, Vorverkaufsstarts und Genres zu deinem Lieblingsfestival oder entdecke neue Festivals. Die Veranstaltungskarte und die Eingrenzung nach Bundesländern helfen dabei, unbekannte Festivals ganz in deiner Nähe zu finden. In der Künstlerübersicht kann eingesehen werden, auf welchen Festivals eine Band oder ein Künstler demnächst auftritt. Nach kneipenkonzerte.de ist der Veranstaltungskalender für Festivals nun das nächste Onlineprojekt der funktion5 GmbH im Musikbereich.

Indoor oder Outdoor, eintägig oder mehrtägig, kostenlos, Hip-Hop oder Heavy Metal, von großen Festivals, wie Wacken oder Rock am Ring, bis zu hin zu kleinen, exotischen Festivals wie dem Fährmannsfest oder dem Heimatzoo Festival ist für jeden etwas dabei.

„Wir haben Wert auf eine übersichtliche und strukturiere Darstellung der Festivals, Künstler und Veranstaltungsorte gelegt und bauen unsere Seite stetig aus“, kommentiert Musikredakteur Lukas Fischer. Das Portal bietet Informationen zu Festivals und hilft dir dabei deine Tasche für den nächsten Festivalbesuch zu packen. Falls dann noch etwas für das nächste Festival fehlt, findest Du im Festivalshop das passende Produkt.

Weitere Informationen auf www.konzertkalender.net oder in den Sozialen Medien auf Facebook oder auf Instagram 

Popmusikförderung: Initiative Musik vergibt mehr als eine Mio. Euro an Musikprojekte

Popmusikförderung: Initiative Musik vergibt mehr als eine Mio. Euro an 78 Musikprojekte - Foto: MWA @ INI MU (Initiative Musik)

Die Initiative Musik fördert den musikalischen Nachwuchs aus Deutschland, sowohl im Inland als auch bei den ersten Schritten in ausländische Märkte. In der aktuellen Runde der KünstlerInnenförderung erhalten gleich 69 MusikerInnen oder Bands – gemeinsam mit Partnerunternehmen aus der Musikwirtschaft – finanzielle Unterstützung durch das deutsche Förder- und Exportbüro, wie die Initiative in einer Pressemeldung mitteilte. Daneben erhalten im Rahmen der Infrastrukturförderung weitere 9 Projekte eine Zusage.

Musikprojekte mit großem Potenzial

Die Auswahl der Projekte erfolgt durch eine zwölfköpfige Jury, in der auch der Komponist und Produzent Ralf Weigand mitwirkt. Er ist begeistert von den MusikerInnen, die in der 47. Förderrunde unterstützt werden. Auch Elke Kuhlen, Kulturmanagerin aus Köln, sieht in einer Vielzahl der Acts der aktuellen Runde viel Potenzial: „Planetoids aus Düsseldorf sind für mich die neuen Phoenix und Roosevelts in einer Band und ich tanze dazu im Schlafzimmer. Weiter hat mich die Leipziger Band Lassie mit ihrem Absurdismus und einer sehr gut gebuchten Tour begeistert.“

Infrastrukturförderung

Der Auf- und Ausbau von Strukturen für die Popularmusik in Deutschland steht im Fokus der Infrastrukturförderung des deutschen Förder- und Exportbüros. Unterstützt werden zum Beispiel Projekte, die günstige Rahmenbedingungen für KünstlerInnenaufbau und -entwicklung schaffen. Jurymitglied Stefanie Marcus vom Label Traumton Records zeigt sich dabei von den Exportaktivitäten des XJazz-Festivals überzeugt: „Mich freut besonders, dass die Jury beschlossen hat, das Berliner XJazz-Festival dabei zu unterstützen, ein internationales Festival-Netzwerk aufzubauen. Das XJazz hat in Berlin seit 2014 erfolgreich gezeigt, wie mit musikalischer Offenheit und Begeisterung ein insbesondere junges Publikum erobert werden kann. Grundsteine für ähnliche Veranstaltungen in Reykjavik, Istanbul, Ankara, Minsk und Tel Aviv sind gelegt und werden nicht zuletzt auch deutschen Newcomerbands in diesem Rahmen Auftritts- und Kooperationsmöglichkeiten im Ausland bieten.“

Gefördert werden auch der „Preis für Popkultur“, der im Oktober in Berlin verliehen wird, sowie der zweite Teil der „Studie zur Zukunft der Musiknutzung“. Beim Gemeinschaftsprojekt mehrerer Verbände und der Verwertungsgesellschaften der Musikwirtschaft wird untersucht, wie Musik aktuell und zukünftig entdeckt, gekauft und konsumiert wird.

Initiative Musik

Die Förderprogramme der Initiative Musik richten sich an professionelle KünstlerInnen und Musikunternehmen aus Deutschland. Die Initiative Musik hat in den vergangenen elf Jahren bereits über 3.300 Projekte von Rock bis Jazz unterstützt und so bei zahlreichen einzigartigen Karrieren zu Beginn einen wichtigen Beitrag geleistet. Unter den geförderten Musiker*innen sind z.B. AnnenMayKantereit, Bosse, Boy, Get Well Soon, Gurr, Fiva oder Mark Forster.

Die Projektmittel für die Programme der Initiative Musik stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung. Die Initiative Musik wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Deutschen Musikrat sowie finanziell unterstützt von GVL und GEMA.

Der Abgabeschluss für Anträge zur 48. Förderrunde ist der 8. Oktober 2019.

Foto: 100 Kilo Herz aus Sachsen-Anhalt, MWA @ INI MU (Initiative Musik)

Clubkombinat startet Hamburger Club-Kataster

Das Clubkombinat Hamburg e.V. verkündet zum Auftakt des Reeperbahn Festivals 2019 den offiziellen Startschuss für das Hamburger Club-Kataster.

Die Sicherung von kreativen Räumen der Musik- und Clubkultur und die Identifizierung neuer Eroberungs- und Erprobungsräume für die kreative Szene – das sind die Ziele des neuen Hamburger Club-Katasters.  Den Startschuss dazu gaben die Behörde für Kultur und Medien und das Clubkombinat Hamburg e.V. in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Vorfeld des Reeperbahnfestivals.

„Mit dem Club-Kataster steht erstmals eine Darstellung der aktuellen Ortslagen von Musikspielstätten zur Verfügung, die Zielkonflikte in der Bauplanung möglichst frühzeitig identifizieren und, so weit möglich, abwenden soll“, so der Interessenverband der Hamburger Club-, Party- und Kulturereignisschaffenden in einer Pressemitteilung. Insbesondere die mittlerweile vermehrt auftretenden Konflikte zwischen Anliegern und Musikspielstätten in sich verdichtenden Metropolen sollen somit künftig vermieden bzw. vermindert werden.

Bislang verfügten weder öffentliche Behörden und Bezirke bzw. deren Planungsressorts, noch Investoren und ProjektentwicklerInnen über aktuelle Informationen zu den geographischen Lagen von Musikspielstätten. Ab sofort überträgt das Clubkombinat Hamburg e.V. Geo-Daten von Musikspielstätten per Schnittstelle direkt an den Landesbetrieb für Geoinformation und Vermessung  der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Daten stehen durch den UrbanDataHub der Öffentlichkeit unter http://geoportal-hamburg.de/club-kataster/ zur Verfügung.

Clubkataster Hamburg - Foto: Clubkombinat.de
Clubkataster Hamburg – Foto: Clubkombinat.de

Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinat Hamburg e.V., kommentiert diesen Schritt: „Hamburg ist eine der wenigen Städte weltweit, die sich mit der Einführung des Club-Katasters ein detailliertes Wissen über die Lage und Entwicklung von Musikspielstätten verschafft und in die offiziellen Informationssysteme der Stadt integriert. In Zeiten in denen weltweit Städte wie London, Dublin oder Sydney nach Handlungsstrategien suchen, um die Folgen von Immobilien- und Flächenverwertungsdruck für ihre kreativen Freiräume abzumildern, macht sich die Stadt Hamburg grundlegend auf den Weg eine Informationslücke zu schließen.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Musikclubs tragen das ganze Jahr zur Lebensqualität und kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Mit dem Club-Kataster ist jetzt transparent, wo es überall Clubs in der Stadt gibt, um künftig schon im Planungsstadium mögliche Zielkonflikte zwischen Bauvorhaben und kultureller Nutzung zu lösen.“

Fotos: Clubkombinat.de

Livemusikszene feiert den 9. Hamburger Club Award

Das Clubkombinat hat Hamburgs Musikclubs des Jahres 2018 geehrt

Uebel & Gefährlich ist Hamburgs Club des Jahres. 

Ende Januar wurde im DOCKS der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien wurden bereits zum neunten Mal Preise für herausragende Leistungen in der Livemusikszene vergeben. Zwei der insgesamt elf Auszeichnungen gingen an den Veranstalter Off The Radar.

In einem Online-Abstimmungsverfahren votierte die Jury aus 92 Bewerbungen für die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in sieben verschiedenen Kategorien. In der Jury waren in diesem Jahr über 135 Personen aus allen Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche vertreten, zum Beispiel Clubbetreiberinnen und -betreiber, Veranstalterinnen und Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden.

Musikclubs bereichern das kulturelle Leben der Hansestadt

„Die Musikclubs bereichern das ganze Jahr mit großem Engagement und einem vielfältigem Programm das kulturelle Leben unserer Stadt. Der Club Award verschafft einmal im Jahr denjenigen eine Bühne, Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ansonsten den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit bieten, sich einem Publikum zu präsentieren“, so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. „Die Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber in Hamburg schaffen nicht zuletzt dem Nachwuchs eine unverzichtbare Experimentierfläche.“

Susanne Leonhard, stellvertretende Vorsitzende des Clubkombinat Hamburg e.V., resümiert zur Preisverleihung: „2018 realisierten allein die Mitglieder des Clubkombinats über 12.770 Veranstaltungen. Diese Leistungen verdienen Respekt und eine besondere Form der Würdigung. Der Club Award streicht einzelne Highlights des Clubjahres 2018 besonders heraus. Wenn wir könnten, würden wir gerne bis zu 12.770 Preise verleihen. Glückwunsch an diejenigen Preisträger, die in diesem Jahr die Jury überzeugt haben.“

Vor über 800 geladenen Gästen aus der Musikszene wurde der begehrte Preis für den Musikclub des Jahres an das Uebel & Gefährlich überreicht, das sich knapp vor der MS Stubnitz (Platz 2) und dem Molotow (Platz 3) und 15 weiteren Bewerbungen in der Hauptkategorie durchsetzte. Nach 2011 und 2015 wurde die Musikspielstätte im Bunker an der Feldstraße in dieser Kategorie bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. In der Selbstbeschreibung verweisen die Preisträger auf die Liebe zum Detail und Leidenschaft, durch die der Club große Wichtigkeit erlangt und für viele Künstler und Künstlerinnen ein zweites Wohnzimmer ist.

Geehrt mit der Trophäe für den besten Fremdveranstalter wurde das Veranstalterkollektiv Off The Radar, das vor WEIRD und den Veranstaltern der Heartphones – Die Kopfhörerparty im Knust landete. Off The Radar räumte auch gleich noch in der Kategorie für das Festival des Jahres – klein aber fein einen weiteren Award ab: Mit dem Festival Off The Radar Schröderstift 2018 in der Schröderstiftstraße (31.08. – 01.09.18) setzte es sich gegen 16 weitere Festivals durch. Auf dem Siegertreppchen landeten auch das Aalhaus und dessen „Müssen Aale Mit“ Festival (Platz 2) und das Knust (Platz 3) mit dem Jazzhouse Festival (14. – 16.09.18).

Barbarabar ist grünster Club

Erstmals wurde auch der Green Club des Jahres gekürt. Eine fünfköpfige Expertenjury ernannte die Barbarabar am Hamburger Berg zum grünsten Club der Stadt, der durch sein Engagement in Sachen ökologische Nachhaltigkeit und einem ganzheitlichen Ansatz – von der Photovoltaik-Anlage auf dem kleinen Club-Dach bis zum alternativlosen Bio-Wein – überzeugte. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro sponserte der Energieanbieter Greenpeace Energy eG.

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2018 wurde das Molotow ausgezeichnet. Der Preis für das Konzert des Jahres ging an die Astra Stube für das Konzert von ClickClickDecker am 15.11.18, das sich gegen 15 weitere Konzerte durchsetzte. Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde die Hebebühne in Altona (Barnerstr. 30),die vor der Fischhalle Harburg (Platz 2) und dem White Cube (Platz 3) landete.

Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 4.800 Clubgängerinnen und Clubgänger beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei der Monkeys Music Club in Altona, der diesen begehrten Preis 2016 erstmals gewann und sich dieses Mal gegen das Molotow und das freundlich + kompetent behaupten konnte. Der Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 €, gesponsert von BACARDI.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 11.000 Euro, davon 8.000 Euro bereitgestellt von der Behörde für Kultur und Medien.

In Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben. Dieses Jahr ging die Himbeere an die Investorengesellschaft AC Immobilieninvestment. In seiner Begründung verweist der Clubverband unter anderem darauf, dass die Ablehnung des Kaufangebots des Gewerbehofes in der Bernstorffstraße durch die bestehende Hofgemeinschaft einen besonderen Fall von Profitgier der Investoren darstellt.

Foto: Clubkombinat

Quelle: Pressemitteilung des Clubkombinat e.V.

Aus für Rock Café Böblingen

Aus für Rock Café Böblingen - Musikkneipe schließt zum Pfijngsten 2018

Musikkneipe sucht neue Unterkunft

“….We tried so hard…and got so far…but in the end…it doesn’t even matter…we had to fall…to lose it all..but in the end…it doesn’t even matter….”

mit diesem Songtext von Linkin Park kündigt das Rock Café im baden-württembergischen Böblingen in seinem Newsletter das Programm für Mai 2018 an. Nach der Kündigung der Räumlichkeiten werden dies vorerst die letzten Konzerte sein. Allerdings sucht die Musikkneipe bereits einen neuen Standort.

Zu Pfingsten wurde Rock Café – Wirt Thommy Zimmermann der Vertrag gekündigt. Das Haus, in dem die Musikkneipe monatlich 4-5 Konzerte junger Rockbands und Musikparties veranstaltete, wurde verkauft. Der neue Besitzer besteht auf seine Nachtruhe, so der Newsletter des Rockcafés. Verständlich auf der einen Seite – traurig für die Musikliebhaber im Raum Böblingen.

Nun ist Zimmermann und sein Team auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Vortsetzung des Konzertprogrammes. Kontaktmöglichkeit und die Termine für die – hoffentlich nur vorerst – letzten Konzerte gibt es hier.

Musikclubs in Hamburg: Zunehmend schwierigere Rahmenbedingungen

Das Hamburger Clubkombinat veröffentlichte seine Clubbilanz zu Hamburger Musikveranstaltungs-Orten

Gibt es wirklich ein Clubsterben, von dem immer mal wieder berichtet wird? Das Clubkombinat, ein Zusammenschluss der Club- und Veranstalterlandschaft in Hamburg, sammelt seit 2014 Daten zu den Musikbühnen der Hansestadt. Ende Februar wurde nun die Bilanz für das Jahr 2016/2017 veröffentlicht und verzeichnet einen Rückgang der Musicclubs um etwa 6 Prozent.

Berücksichtigt werden Schließungen, Neugründungen, Betreiberwechsel und Umzüge innerhalb der Hamburger Clublandschaft. Ein Musik-Club ist dabei laut Definition des VEreins ein Veranstaltungsort mit bis zu 1.000 Besuchern und mehr als 24 Musikveranstaltungen pro Jahr.
Während im Vergleichszeitraum 2014/2015 noch ein Zuwachs von neun Musikbühnen verzeichnet werden konnte, weist die aktuelle Berechnung einen Rückgang von acht Musikbühnen (ca. 5,7 Prozent) aus. Insgesamt stehen sieben Neugründungen und Programmausweitungen 15 temporären Programmpausen und dauerhaften Schließungen gegenüber.

Kein Clubsterben – aber erschwerte Bedingungen für Konzertveranstalter

Thore Debor, Geschäftsführer Clubkombinat Hamburg e.V., beunruhigt die Entwicklung: “In der Vergangenheit konnten wir durch gemeinsam mit Politik und Behörden entwickelte Maßnahmen wie z.B. die temporäre Erhöhung der Infrastrukturförderung und erste Projekte im Sanierungsfonds eine stabilisierende Wirkung auf die Situation der Hamburger Kulturbetriebe erzielen. Der jetzige Rückgang an Musikbühnen zeigt einmal mehr, wie notwendig der Einsatz für eine vielfältige Club- und Musiklandschaft in Hamburg ist .” Vor allem Faktoren wie Nachverdichtung,
Mieterverdrängung und kostspielige Auflagen seien laut Debor Gründe für den derzeitigenen Verlust an Musikspielstätten. Von einem Clubsterben, wie es in den Medien häufig zu lesen ist, spricht Debor aber noch nicht. Trotzdem merkt er an: “Die Rahmenbedingungen für Clubbetreiber verschärfen sich. Möchte Hamburg weiterhin eine der vielfältigsten und lebendigsten LiveMusikszenen in Deutschland beherbergen, bedarf es dringend zusätzlicher Unterstützung in den politischen Entscheiderkreisen”.

Hamburgs Musikszene: 20.000 Musikevents pro Jahr

2017 konnten erstmals über das Jahr laufende Veranstaltungsprogramme erfasst werden. Von den 103 Musikspielstätten, die bis Ende 2017 im Clubkombinat organisiert waren, wurden Veranstaltungsdaten von durchschnittlich 82 Musikclubs verzeichnet. Das Ergebnis waren 11.222 Veranstaltungen, davon 5.876 Konzerte (inkl. OpenStage; 52,4 Prozent) und 3.892 Parties (34,7 Prozent). Diese Ausgangswerte erlauben eine Prognose von hamburgweit ca. 20.000 Musikveranstaltungen pro Jahr, im Durchschnitt knapp 55 Veranstaltungen pro Tag.
Insgesamt existierten 2017 109 Musikclubs, die Live-Musik in Hamburg präsentierten. 78 Prozent dieser Musikclubs berechnen einen Eintritt für ihre Veranstaltungen. Die geschätzte Gesamtzahl aller Musikspielstätten inklusive Musikkneipen liegt bei über 140.

Weitere Infos:

resonanzraum ist Hamburgs Club des Jahres

Die Hamburger Musikszene feiert ihre vielfältigen Musikclubs

Der Raum im Feldstraßenbunker wurde von der Initiative Clubkombinat Hamburg e.V.  für seinen hohen Innovationsgrad ausgezeichnet

Am 19. Januar wurde im Musikclub klubsen der Hamburger Club Award verliehen. Unterstützt
durch die Kulturbehörde wurden bereits zum siebten Mal Preise für herausragende Leistungen in der
Livemusikszene vergeben. Zwei der zehn Auszeichnungen gingen an das neu gegründete Moloch.
In einem neuen Abstimmungsverfahren kürte eine Jury aus 81 Bewerbungen die diesjährigen Preisträger. In
der Jury, die zuletzt aus sieben Personen bestand, saßen in diesem Jahr erstmals 174 Personen aus allen
Bereichen der Hamburger Musik- und Veranstaltungsbranche wie zum Beispiel Clubbetreiber, Veranstalter,
Künstler sowie Vertreter von Labels, Agenturen, Medien, Plattenläden oder Verbänden, die online ihre
Stimmen abgaben. Vor über 600 geladenen Gästen aus der Musikszene unterstrich Dr. Carsten Brosda,
Hamburger Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales, in seinem Grußwort die enorme Bedeutung der
Clubszene für Hamburg.

Innovatives Musikprogramm

Der Preis für den Musikclub des Jahres mit dem innovativsten Konzertprogramm ging an den
resonanzraum, knapp vor dem Uebel & Gefährlich und dem Molotow Musikclub. Der resonanzraum im
Bunker an der Feldstraße ist die Heimat des Ensemble Resonanz und verbindet Elemente eines klassischen
Konzertsaals mit denen eines Clubs. In seinen Konzerten sprengt das Ensemble Resonanz die Grenzen der
musikalischen Genres. Der resonanzraum bietet aber auch anderen Veranstaltern einen Ort für
Experimentelles und Innovationen.

Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda: „Dass ausgerechnet der resonanzraum als Musikclub des Jahres
ausgezeichnet wurde zeigt, wie vielfältig die Hamburger Clubszene ist und sich in der Musikstadt Hamburg
die unterschiedlichen Genres gegenseitig befruchten. Das Ensemble Resonanz schafft es mit dem
resonanzraum die Grenzen zwischen den Musikwelten einzureißen und die Tür für ein ganz neues
Musikerlebnis zu öffnen. Mit dem Club Award werden auch die Menschen in den Mittelpunkt gerückt, die
Künstlerinnen und Künstlern tagein, tagaus eine Bühne geben und mit hohem Engagement Musik erlebbar
machen. Die Vielfalt der Preise zeigt, wie spannend und höchst lebendig die Livemusikszene der Musikstadt
Hamburg ist.“

Astra Stube unterstützt Newcomer

Für die beste Newcomerförderung des Jahres 2016 wurde die Astra Stube ausgezeichnet, gefolgt vom
Molotow und vom Grünen Jäger.
Der Preis für das Konzert des Jahres ging an das Knust für das Jubiläumskonzert zum 40-jährigen
Clubbestehen mit Kettcar, Adam Angst, Fortuna Ehrenfeld, Liza&Kay und dem Hamburger Kneipenchor am
5. August 2016. Auf Platz 2 landeten die Fabrique im Gängeviertel mit dem Herzrasen, bei dem Knarf Rellöm
und Mark Booombastik zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen, auf Platz 3 das Uebel &
Gefährlich mit dem Abschiedskonzert von Findus.
Ausgezeichnet mit dem Award für den besten neuen Club wurde der Gängeviertel e.V. für die Neueröffnung
des Molochs, das vor dem Monkeys Music Club und dem Häkken die Jury mit Abstand am meisten
überzeugte.

Die Preisträger erhalten neben der Trophäe Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, überwiegend
finanziert von der Hamburger Kulturbehörde.
Odin Janoske, stellvertretender Vorsitzender des Clubkombinat Hamburg e.V., resümiert zum
Juryverfahren: „Erstmals konnten bis zu 174 Experten über sieben Club-Kategorien getrennt voneinander
votieren. Dies erhöht den Wert der Auszeichnungen für die jeweiligen Preisträger, da die geleistete Arbeit
von wesentlich mehr Jury-Teilnehmern anerkannt wurde. Wir beglückwünschen alle Preisträger und freuen
uns, dass uns dieses Experiment in Hamburg gelang.“

Ebenfalls in Eigenverantwortung des Vorstandes des Clubkombinat Hamburg e.V. wurde der Negativpreis
“Die zerbrochene Gitarre” vergeben – an die Kioskflut in den Hamburger Ausgehvierteln. In seiner
Begründung verweist der Clubverband unter anderem auf die nach seiner Ansicht schädliche Wettbewerbsverzerrung, die bei vielen Kulturbetrieben essentielle Existenznöte erzeuge.
Der Publikumspreis wurde mittels eines Online-Votings ermittelt, an dem sich über 6.400 Hamburger
Clubgänger beteiligten. Die meisten Stimmen erhielt hierbei das Moloch in der HafenCity, das sich vor dem
Vorjahressieger Monkeys Music Club und dem freundlich + kompetent behaupten konnte.

Quelle: Pressemitteilung clubkombinat.de, Foto: facebook.com/clubkombinat/

Rolling Stone Weekender 2016

Rolling Stone Weekender 2016

Zum 8. Mal lädt das Familien-Festival an der Ostsee Musikliebhaber ein, in entspannter Atmosphäre Livemusik zu erleben. In der Ferienanlage Weissenhäuser Strand wird vom 4. bis 5. November auf insgesamt vier Bühnen gerockt.

Clubatmosphäre beim Festival

Wilco sind Headliner des Musikfestivals Rolling Stone Weekender am Weissenhäuser Strand - Foto: FKP-Scorpio
Wilco -Foto FKP Scorpio

Was ein Musikfestival mit Kneipenkonzerten zu tun hat? Zugegeben, der Weekender ist ein richtiges Festival: 30 Stunden Musikprogramm und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm werden geboten.
Aber: die Stimmung in Weissenhäuser Strand ist durchaus familiär. Neben dem großen 6-Master-Zelt finden die meisten Konzerte in kleinen Locations innerhalb der Ferienanlage statt und diese Konzerte ähneln dann oftmals kleinen Club-Konzerten. Insbesondere in der Alm – langjährigen Festivalbesuchern besser als das Rondell bekannt, haben wir in der Vergangenheit tolle Konzerte auf engstem Raum erlebt.

Übernachtet wird übrigens in den Appartements der Ferienanlage, Schwimmbad, Restaurants und Strandspaziergang gibt’s dazu..

Tickets – Der frühe Wurm…

Leider ist der Rolling Stone Weekender mal wieder seit Wochen ausgebucht. Viele Besucher buchen bereits Anfang des Jahres für die nächste Veranstaltung, denn, dass das Line-Up viele Überraschungen und tolle Newcomer bereit hält, ist von vornherein klar. Aber natürlich springt von den Frühbuchern auch immer mal wieder jemand ab, so dass Festivalbändchen (dann meist aber ohne Übernachtung) immer mal wieder angeboten werden. Kurzentschlossenen empfehlen wir daher mal einen Blick in die Facebook-Veranstaltung oder auf die Facebook-Seite des Festivals.

Line-Up Rolling Stone Weekender 2016

Wer noch ein Ticket bekommt oder bereits eines hat, kann sich in 2016 auf folgende Musiker freuen:

  • Wilco
  • Dinosaur Jr.
  • Tindesticks
  • Boss Hog
  • John Grant
  • Amanda Palmer
  • Nathaniel Rateliff  The Night Sweats
  • Julia Holter
  • Die Nerven
  • Schnippo Schranke
  • The Lion & The Wolf
  • Drangsal
  • Gavin James
  • uvam.

Weitere Infos:

Homepage Rolling Stone Weekender

Rückblick Weekender 2015

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